Hilfe für die Ukraine reißt nicht ab

Unermüdlicher Einsatz in Arnstein: Hilfe für die Ukraine trotz steigender Kosten

Seit nunmehr vier Jahren leistet der Helferkreis Arnstein humanitäre Arbeit, die auch durch die massiv gestiegenen Treibstoffpreise nicht ins Wanken gerät. Am 26.03.2026 zeigte sich vor dem ehemaligen Edeka-Markt erneut das gewohnte Bild: Rund ein Dutzend Freiwillige nutzten das milde Abendlicht, um einen ukrainischen 40-Tonner bis unter das Dach mit lebensnotwendigen Gütern zu füllen.

Strategische Hilfe für Lazarette und Zivilisten

Die Ladung ist diesmal besonders technisch geprägt. Die Leiterin des Helferkreises, Cornelia Fuchs, berichtet von einem erfolgreichen Spendenaufruf im Februar, bei dem rund 12.000 Euro zusammenkamen. Dank dieser Unterstützung konnten unter anderem angeschafft werden:

  • Drei leistungsstarke Solargeneratoren (EcoFlow) für Lazarette direkt an der Front.

  • Zehn Benzingeneratoren, wovon die Hälfte für Modulhaussiedlungen in der schwer getroffenen Stadt Irpin bestimmt ist.

Unterstützt wird Cornelia Fuchs von einem engagierten Team, zu dem auch geflüchtete Ukrainerinnen wie Olga gehören. Sie fungieren nicht nur als tatkräftige Helferinnen beim Verladen, sondern sind auch als Dolmetscherinnen unverzichtbar – etwa im Gespräch mit dem Fahrer Mychailo. Seit drei Jahren steuert er den Hilfskonvoi regelmäßig unter Gefahren nach Kyjiw, wobei die Grenzformalitäten oft die Dauer der mehrtägigen Reise bestimmen.

Bedarfsgerechte Logistik gegen den Schwarzmarkt

Was in den LKW kommt, ist genauestens geplant. „Wir liefern nichts auf gut Glück“, betont Fuchs. Gearbeitet wird streng nach Bedarfslisten der Partner vor Ort, wie etwa einer Kinderklinik in Winnyzja. Von Infusionsständern bis hin zu Schmerzmitteln (aktuell 900 Packungen Ibuprofen) wird alles dokumentiert und gewogen, um sicherzustellen, dass die Güter genau dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Besondere Aufmerksamkeit widmet der Helferkreis den „Soldatenpaketen“. Diese kleinen Kartons enthalten neben medizinischem Material auch Dinge, die die Moral der Truppen in den Schützengräben stärken sollen: Kaffee, Süßigkeiten und Instant-Mahlzeiten. Per Drohne werden diese Pakete oft bis an die vorderste Frontlinie geliefert.

Finanzielle Hürden und starke Netzwerke

Die größte Sorge bereiten Cornelia Fuchs derzeit die Logistikkosten. Die Ausgaben für den Transport sind um etwa die Hälfte gestiegen – Mittel, die eigentlich für Medikamente oder Nahrung gedacht waren. Finanziert wird die Hilfe durch:

  1. Einnahmen aus dem eigenen Second-Hand-Laden.

  2. Private Geldspenden.

  3. Ein engmaschiges Netzwerk aus Sachspendern (u.a. medizinisches Gerät aus dem ehemaligen Krankenhaus Werneck, Kontakte zum Kloster Zell, zur Arche Karlstadt und zur Feuerwehr).

Ein Blick, der berührt

Dass der Aufwand Früchte trägt, beweisen die Rückmeldungen aus der Heimat. Nur wenige Tage nach der Abfahrt erreichte Fuchs ein Foto aus der Ukraine: Es zeigt einen neuen Behandlungstisch in einer onkologischen Station für Kinder. Solche Momente seien es, so Fuchs, die das Team motivieren, trotz aller Widrigkeiten weiterzumachen.

Jede Hilfe zählt

Die Kosten für die Transporte und die Beschaffung von Spezialgütern sind nach wie vor hoch. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin mit Ihrer Geldspende, damit wir die Hilfsgüter besorgen und die nächste Lieferung planen können.

Katholische Kirchenstiftung Arnstein
Verwendungszweck: „Helferkreis Arnstein

Sparkasse Mainfranken
IBAN DE48 7905 0000 0048 0210 67
BIC BYLADEM1SWU

Jeder Euro kommt an. Jeder Euro hilft Leben retten.

Vielen Dank für Ihre Treue und Ihre Menschlichkeit! Ihr Helferkreis Arnstein

Helferkreis

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