Staatssekretärin Anna Stolz besucht Helferkreis Arnstein

Pädagogische Willkommensgruppen sollen Struktur und Alltag vermitteln

ARNSTEIN. Aktuell ist Arnstein’s Staatssekretärin für Unterricht und Kultus, Anna Stolz, unterwegs, um Menschen für das Projekt „Pädagogische Willkommensgruppen für die Ukrainischen Kinder und Jugendlichen“ zu gewinnen. Bei dieser Gelegenheit besuchte sich auch die Kleiderkammer des Helferkreis Arnstein, die im ehemaligen EDEKA-Gebäude untergebracht werden konnte.

Ukrainische Kinder haben Angst und sind traumatisiert

„Der Krieg in der Ukraine führt zu Unsicherheit, Angst und traumatischen Erlebnissen. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht aus ihrer Heimat und suchen Rat und Unterstützung“, sagt Anna Stolz im Interview mit der Werntal-Zeitung. „In den nächsten Wochen gilt es, den aus der Ukraine geflohenen Kindern und Jugendlichen ein gutes Ankommen an den bayerischen Schulen zu ermöglichen“- so die Staatssekretärin.

Bei ihrem Besuch im Helferkreis Arnstein betonte Anna Stolz, dass dabei das Ziel im Vordergrund stehe, durch feste Strukturen und Ansprechpartner den Kindern und Jugendlichen ein Stück Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Zudem sollen die geflohenen Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit haben, das Ankunftsland Bayern und den schulischen Alltag hier kennenzulernen und Freunde zu gewinnen.

Verbundenheit zur ukrainischen Heimat bewahren

Ein großer Wunsch vieler ukrainischer Familien ist es, dass ihre Kinder auch im Ankunftsland die Verbundenheit mit der ukrainischen Heimat bewahren können. Das ist immer wieder von den Helfern und Gastgebern zu hören. „Das sei auch dem Ministerium für Unterricht und Kultus bekannt“, sagte Staatssekretärin Stolz. „Wir unterstützen die Schulen, wo immer es möglich ist, um den geflohenen Kindern und Jugendlichen gerecht zu werden“.

Großzügige Hilfe durch Arnsteiner Logistik-Unternehmen

Begeistert berichtete Cornelia Fuchs der Staatssekretärin, dass die Arnsteiner Logistikunternehmen HSL-Fresh, Forstunternehmen Reith und Kfz-Hofmann, Kleintransporter und 40-Tonnen-LKW’s samt Fahrer zur Verfügung stellten, um die bisherigen Spenden ins Sammelzentrum nach Karlstadt und von dort aus weiter an die Ukrainische Grenze zu bringen.

Helferkreis bittet um finanzielle Spenden

Dennoch würden die größten Herausforderungen bei den Lehrkräften vor Ort verbleiben, betonte Stolz. Gleichzeitig freute sie sich, wie viele Menschen in Arnstein engagiert und beherzt den Geflüchteten helfen. Dem Helferkreis Arnstein unter Leitung von Cornelia Fuchs, dankte sie besonders herzlich für das ganz besondere ehrenamtliche Engagement. Zwischenzeitlich sind 30 Personen im Helferkreis tätig. „Wir haben aus der Syrienhilfe gelernt“, sagte die Helferkreis-Chefin. Mit diesem Wissen könne ganz gezielt eingekauft, verpackt und weitergegeben werden.

„Wir brauchen aber dringend finanzielle Spenden“, so Cornelia Fuchs. 16.000 Euro Spenden seien bislang eingegangen. „Die Spenden, die wir bekommen haben, sind größtenteils für den Kauf von Nahrungsmitteln, Medikamenten und technischen Geräten aufgebraucht“.

Das Spendenportal des Helferkreises finden Sie über diesen Link

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